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Yoko Shimomura spricht mit 1Up über den KH:3D Soundtrack

Geschrieben am 10. Juli 2012 von Pochama

Was wären die Kingdom Hearts Spiele ohne ihre immer wieder aufs neue herausragenden und viel gelobten Soundtracks? Verantwortlich für die Musik der Spielereihe zeichnet sich vor allem Komponistin Yoko Shimomura, die auch zum Soundtrack von Kingdom Hearts 3D [Dream Drop Distance] wieder den Großteil der Stücke beigetragen hat. Die amerikanische Seite 1Up.com hat einmal mit der Komponistin gesprochen und ihr nicht nur Fragen zum OST des aktuellen Kingdom Hearts Titels gestellt sondern auch Einiges zu ihrer Arbeitsweise an Videospielsoundtracks in Erfahrung gebracht.

1UP: Fast jedes Element in Kingdom Hearts 3D [Dream Drop Distance] hat irgendwie mit Träumen zu tun. Wie beeinflusste dieses Thema ihre Kompositionen zum Spiel?
Shimomura: Ich behielt das Konzept „Traum“ und „Nacht“ im Hinterkopf. Oftmals komponierte ich Melodien, die lustig, ungewöhnlich und luftig sind.

1UP: Die Musik in den Disneywelten von KH:3D lassen den Geist der Originalfilme wieder aufleben, besonders Tron:Legacy und der Glöckner von Notré Dame und das ohne Musik aus den Filmen zu benutzen. Wie schaffen Sie es, den Kern dieser Welt mit ihren eigenen Kompositionen wiederzugeben?
Shimomura: Das ist eigentlich eine Tradition, die ich seit dem ersten Kingdom Hearts aufrecht erhalten habe. Ich bekomme Informationen in Form von Worten, die die Welt beschreiben (zum Beispiel waren es diesmal „Nacht“ oder „Vergnügungspark“) und ich schaue mir auch das Artwork zur Welt an und sehe immer wieder mal Material (in Form von kurzen Videos) an, wie sich Sora durch die Welt bewegt. Dann lasse ich meiner Fantasie freien Lauf, während ich mir den Originalfilm in Erinnerung rufe. Das Entscheidende ist sich während der kreativen Phase nicht die Originalfilme anzuschauen. Wenn es sich um einen Film handelt, den ich vorher schon gesehen habe, dann verlasse ich mich auf mein Gedächtnis. Wenn es sich um einen Film handelt, den ich noch nicht kenne, schaue ich ihn mir an und warte ein wenig, bevor ich mit dem kreativen Teil anfange. Würde ich die Musik zur selben Zeit komponieren, in der ich den Film schaue oder kurz danach, besteht die Gefahr, dass meine Musik nur eine Kopie der Filmmusik ist.

1UP: Dearly Beloved als Musikstück steht seit KH1 für die Kingdom Hearts-Serie und trotzdem hört es sich in jedem neuen Titel immer wieder frisch an. Bitte erzählen Sie uns wie sie altbekannte Melodien für die neuen Kapitel der Serie neu arrangieren.
Shimomura: Manchmal sage ich schon kurz nachdem ich mit einem Projekt angefangen habe: „Ja, genau dieses Gefühl will ich vermitteln!“. Manchmal muss ich mich auch etwas länger gedulden, bis ich weiß, wie ich weitermachen will. Eigentlich versuche ich immer nicht zu angestrengt nachzudenken, wenn ich eine Melodie komponiere.

1UP: Müssen Sie an das Komponieren von Musik für Handheld-Titel anders herangehen als bei Musik für Konsolen-Titel? Wie anders gestaltet sich der Kreativprozess bei einem vollkommen neuen Projekt (zum Beispiel „Parasite Eve“) als bei einem Projekt, dass schon eine gewisse Basis besitzt (wie die Kingdom Hearts Serie oder Super Mario RPGs)?
Shimomura: KH3D benutzt konfektionierte (= vorher aufgezeichnete) Musik, das ist eine bessere Quelle als beim ersten und zweiten Kingdom Hearts Titel für die Heimkonsole (Die ersten beiden Teile benutzen keine konfektioniere Musik sondern benutzen MML [Music Macro Language: Eine Programmiersprache, mit der die Konsole Sound generieren kann]).
Beim Arbeiten an Handheldtiteln kann man noch zusätzliche Einstellungen zur Anpassung an die Lautsprecher des Geräts vernehmen – man kann den Bass oder die tiefen Töne ein bisschen verstärken. Aber unser Synthesizer Operator ist sehr gut, deshalb muss ich mich darum wenig kümmern und kann frei an meiner Musik arbeiten.
Was das Komponieren für ganz neue Projekte im Vergleich zur Arbeit an Projekten mit bestehender Basis angeht, so unterscheiden sich die kreativen Prozesse ganz deutlich voneinander.
Gibt es zu einem Song schon eine bestehende Basis, dann stelle ich zuallererst sicher, dass dieses Fundament nicht zerstört wird, sondern ich versuche darauf aufzubauen. Wenn es etwas ganz Neues ist, versuche ich man was Verrücktes und erkunde die Grenzen und Möglichkeiten. Es ist so, dass ich zuerst soweit wie möglich gehe und dann verfeinere ich meine Arbeit, in dem ich sie nocheinmal aus verschiedenen Perspektiven heraus überarbeite. Aber in beiden Fällen lässt sich der Prozess am besten beschreiben mit „der wahren Kern des Projekts immer näher kommen“.

Quelle: 1up.com

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