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Kapitel 2: Meersalzeis

xXx

Die Missionen wurden einzeln von Saix vergeben, jeden Tag.

Am neunten Tag war Roxas mit Marluxia auf einer Mission. Es war in Twilight Town, genau wie am Tag davor. Es waren keine Leute zu sehen. Nur die untergehende Sonne schien auf die Stadt.

Es sah so aus, als ob die Missionen — oder eher das Training — vorerst weiterhin in dieser Stadt stattfinden sollte.

“Du bist Roxas, nicht wahr? Stellen wir uns doch noch einmal vor. Mein Name ist Marluxia. Ich bin Nummer XI”, sagte Marluxia mit vornehmem Ton, während er Roxas ansah.

Es war das erste Mal, dass er einem Schlüsselschwertträger begegnete, selbst in seinen Erinnerungen. Er hatte aber schon von ihnen gehört.

Als Niemand konnte er nichts besonderes in dem Jungen vor ihm sehen.

“Was soll ich heute tun?” fragte Roxas, seinen Blick etwas von Marluxia abwendend.

“Heute lautet deine Mission, Herzen zu sammeln. Kannst du dein Schlüsselschwert rausholen?”

“— ja.“ Roxas nickte und ließ das Schlüsselschwert in seiner Hand erscheinen.

Das wie ein riesiger Schlüssel geformte Schwert glänzte in Roxas’ Hand.

Es war das erste Mal, dass Marluxia ein Schlüsselschwert sah.

“Du bist also die Nummer XIII, derjenige, der vom Schlüsselschwert auserwählt wurde”, murmelte Marluxia, ohne es zu merken, aber Roxas zeigte keine besondere Reaktion.

In dem Moment, als ob er vom Schlüsselschwert gerufen wurde, erschien ein Herzloser.

Das schwarze Wesen war ein Schattenlurch, ein niederer Herzloser.

“Aha, das Kleinvieh kommt raus — Roxas, das kommt jetzt vielleicht etwas plötzlich, aber zeig mir doch bitte die Kraft des Schlüsselschwertes. Vernichte diesen Herzlosen.“

Ob er nun zugehört hatte oder nicht, Roxas rannte auf den Herzlosen zu, das Schlüsselschwert in der Hand. Er zögerte keine Sekunde. Roxas schwang das Schlüsselschwert gegen den Schattenlurch, der nach wenigen Hieben verschwand. Marluxia hatte auf einen starken Angriff gehofft, der einen Schattenlurch mit einem Schlag erledigen wüürde, aber von einem gerade neu erwachten Niemand war nichts anderes zu erwarten.

“Das Wesen, das du gerade besiegt hast, war ein Herzloser, den wir Schattenlurch nennen.”

“…Ein Herzloser”, murmelte Roxas, der immer noch das Schlüsselschwert festhielt.

“Die Herzlosen sind Wesen der Dunkelheit, die nach Herzen suchend umherziehen. Es gibt zwei Arten von ihnen: Es gibt die Reinblüter, zu denen auch der gehörte, den du gerade vernichtet hast. Von diesen Herzlosen werden keine Herzen kommen, selbst, wenn du sie besiegst.”

“Wie sammelt man dann Herzen?”

“Vernichte Emblem-Herzlose. Zum Beispiel diese Kerle da.”

Kleine Herzlose waren in der Luft vor ihnen erschienen.

“Verstanden.”

Wieder einmal stürmte Roxas in den Pulk aus Herzlosen.

Wie erwartet war er im Kampf nicht allzu wendig, aber bald schon stieg ein Herz von einem besiegten Herzlosen auf und verschwand in der Luft.

Es war das erste Mal, dass Marluxia sah, wie ein Herz vor seinen Augen eingesammelt wurde.

Wenn diese Herzen gesammelt werden könnten… aber vorher muss noch etwas erledigt werden.

Jedenfalls ist die Macht des Schlüsselschwertes atemberaubend.

Wenn diese Kraft nur in meinen Händen wäre…

Roxas besiegte alle Herzlosen. Schwer atmend drehte er sich zu Marluxia um.

“Ist das richtig so?”

Das Schlüüsselschwert verschwand aus seiner Hand.

“Ja — die Wesen, die du vernichtest hast, waren Emblem-Herzlose. Anders als bei dem Schattenlurch von vorhin ist nach ihrer Vernichtung jemandes Herz erschienen. Die Mission heute lautet, diese Herzen einzusammeln.“

“Wie genau macht man das?”

Marluxia war von dieser Frage ein wenig überrascht.

Wie kann ein Schlüsselschwertträger so etwas nicht wissen?

“Wenn du einen Herzlosen mit deinem Schlüsselschwert besiegst, werden die Herzen aufgenommen.”

“…Was passiert dann mit ihnen?”

Diese Fragen zeigten, dass Roxas absolut keine Ahnung hatte.

Marluxia atmete tief ein und erzählte es ihm.

“Sie versammeln sich in Kingdom Hearts.”

“Kingdom Hearts?” Roxas neigte seinen Kopf zur Seite.

Ich habe es auch noch nicht wirklich gesehen. Aber ich habe den Namen als “Forschungsergebnis” erfahren.

“Das Ziel unserer Organisation ist es, Kingdom Hearts zu vervollständigen. Und dafür müssen wir Herzen sammeln.”

“Herzen sammeln — also sammelt jeder andere in der Organisation auch Herzen?“

“Nur das Schlüsselschwert kann Herzen vollkommen befreien.”

“Huh?” Roxas’ Stimme stieg an, als ob er überrascht war.

“Wir — also abgesehen von dir, wenn Mitglieder der Organisation Herzlose vernichten, werden die Herzen nicht aufgenommen. Das befreite Herz wird zu gegebener Zeit wieder zu einem Herzlosen. Herzen einsammeln ist etwas Besonderes, das nur mit dem Schlüsselschwert, das du trägst, getan werden kann.“

“Etwas Besonderes…”

Roxas’’ Blick fiel auf den Boden, als ob er nachdachte.

Es sieht so aus, als hätten sie Roxas wirklich nichts wissen lassen. Wurde ihm gar nichts gesagt? Und sind das die Dinge, die er ab jetzt lernen soll? Als mir Saix diese Mission anvertraut hat, habe ich keine genauen Anweisungen erhalten. Er hat nur gesagt, dass ich Roxas beibringen soll, wie man Herzen sammelt.

“Vernichte Herzlose für unsere Organisation und vervollständige Kingdom Hearts — wir zählen auf dich, Roxas,“ sagte er, und Roxas nickte.

XxX

Er war gerade in der Einganshalle und beendete seinen Bericht an Saix.

“Sieht so aus, als würdest du ordentliche Fortschritte machen.”

“…Ja.”

“Ruhst du dich auch angemessen aus?”

“Ausruhen?”, fragte Roxas.

“Ob du genug schläfst. Waschen gehört auch dazu. Es ist deine Pflicht, dafür zu sorgen, dass du fit für Missionen bist.”

“Wahrscheinlich…”

Saix war mit Roxas’ Antwort nicht sehr zufrieden.

“Die Ausrüstung ordnen und deine eigenen Fähigkeiten einzuschäätzen ist genauso wichtig. Und deshalb wirst du ab heute ein Tagebuch führen.”

“Ein Tagebuch?”

“Ja. Damit du dich selbst zu verstehen lernst.”

Saix gab Roxas ein Notizbuch.

“Du musst es nicht abgeben oder so. Das ist im Moment alles. Geh zurück auf dein Zimmer und ruh dich aus.” Das war alles, was Saix sagte. Er ging weiter und verließ die Halle.

In der Halle redeten Mitglieder, die ihre Missionen erledigt hatten, und entspannten sich. Roxas beobachtete sie, er fühlte etwas Seltsames in der Luft.

In der Halle waren — Larxene, Demyx und Luxord.

“Was starrst du mich so an?”, zischte Larxene. Roxas schaute verwirrt weg und traf diesmal Demyx’ Blick.

“Du kannst nicht zufällig irgendein Instrument spielen, oder?”, sagte Demyx.

“Ein Instrument? Was soll das sein?”

“So etwas zum Beispiel.”

Eine seltsam geformte Waffe erschien in Demyx’ Händen.

“Was ist das?”
“Das ist meine Sitar. Hör dir das mal an, ja?”

Demyx berührte die Waffe und ein seltsames Geräusch kam heraus.

“Pack diesen Krachmacher weg!”, rief Larxene übel gelaunt. Demyx zuckte mit den Schultern.

“Ich frage mich nur, wer hier mehr Lärm macht…”, murmelte Demyx mit abgewandtem Blick.

“Waaas? Hast du etwas gesagt, Schrulle?” Larxene stand vom Sofa auf.

“…Diese Art von Freude braucht man im Leben auch.”

Luxord hatte sich zwischen die beiden geschoben und stand nun vor Larxene.

“Ah, was auch immer. Ich sag dem ganzen Lärm schon früh genug auf Wiedersehen.”

“Was meinst du?”, fragte Demyx, der vergessen hatte, dass er gerade noch angebrüllt worden war.

“Das geht kleine Fische wie dich nichts an. Man sieht sich.”

Larxene verließ die Halle.

Hinter ihr spielte Demyx wieder seien Sitar.

“Diese Frau geht einem vielleicht auf die Nerven, eine Qual!”

“Einer der Vorzüge des anderen Geschlechts, nicht?”, sagte Luxord, während er seinen Bart streichelte.

“Ich versteh dich nicht, Mann. Du, Roxas?”

“Ich… ich verstehe nicht wirklich”, antwortete Roxas.

Frauen sind wohl eine Qual? Ich verstehe sowieso nicht wirklich, was eine Frau ist.

“Ach, irgendwann wirst du verstehen”, grinste Luxord.

xXx

Am nächsten Tag war Roxas wieder in Twilight Town, diesmal mit Zexion.

Zexion, der bis zu Roxas’ Ankunft das jüngste Mitglied der Organisation war, beobachtete standhaft Roxas’ Bewegungen.

Wäre das Schlüsselschwert nicht da, würde unser Plan nicht aufgehen.

Es ist paradox, zu sagen, dass wir suchen wollen, was wir selbst verloren haben, dachte Zexion, während er sich an frühere Forschungen erinnerte. Ich glaube nicht, dass es eine falsche Entscheidung war, die Herzlosen und ihren Entstehungsprozess zu erforschen. Aber als Folge haben wir unsere eigenen Herzen verloren.

“War das in Ordnung?”, fragte Roxas, der gerade die Mission beendet hatte.

“Gute Arbeit. Ich hoffe, du wirst die nächste Mission auch so schön erledigen. Gibt es irgendetwas, das du fragen möchtest?”, wollte Zexion wissen. Roxas blieb stehen.

Zexion war darauf vorbereitet, dass Rixas viele Fragen haben würde, aber die Worte, die aus seinem mund kamen, hatte er nicht erwartet.

“Was ist Kingdom Hearts?”

Zexion zöögerte einen Moment, er wusste nicht genau, wie er antworten sollte.

Aber Roxas sprach weiter, ohne auf Zexions Verhalten zu achten.

“Herzlose besiegen und Herzen sammeln lässt Kingdom Hearts entstehen, oder? Werden wir irgendetwas tun, sobald wie Kingdom Hearts fertig gestellt haben?””, fragte Roxas hastig. Zexion dachte eine Weile nach.

Was soll ich antworten?

Roxas Blick lag starr auf Zexion.

“…Das Ziel unserer Organisation ist es, mit den Herzen in Kingdom Hearts zu verschmelzen und vollkommen zu werden. Alle Mitglieder der Organisation sind Niemande ohne Herzen — soll heißen, seit wir in diese Welt geboren wurden, fehlt uns ein Herz.

Natürlich frage ich mich, ob er das verstanden hat.

Und ist es überhaupt nötig, dass er es versteht?

“Heißt das, dass ich auch kein Herz habe?”, fragte Roxas mit verstörtem Blick.

Wahrscheinlich versteht er noch nicht ganz, was ein “Herz” ist.

Damals, diese Person, die ich war, die forschte, die ein Herz hatte, dachte, sie verstüünde ein wenig davon, was ein “Herz” ist.

Diese erhebenden Gefühle aus der Zeit, in der ich noch ein “Herz” hatte, die sich in meine Erinnerungen gebrannt haben, ich kann sie nicht mehr fühlen. Ich kann mich jetzt nur noch erinnern und hart arbeiten, um sie wieder füühlen zu können.

“Ja, das ist richtig. Wir Mitglieder der Organisation haben keine Herzen. Deswegen suchen wir nach ihnen. Kingdom Hearts, eine Anhäufung menschlicher Herzen, vervollständigen und dann damit verschmelzen — damit das passieren kann, müssen Herzlose mit deinem Schlüsselschwert vernichtet und Herzen gesammelt werden. Um das Ziel der Organisation zu erreichen, erhält jedes Mitglied seine eigene Rolle. Deine Rolle ist es, Herzlose zu vernichten und Herzen zu sammeln.“

Aber — ich habe gehört, dass Roxas keine Erinnerungen mehr besitzt.

Aber das würde auch bedeuten, dass er keine Erinnerungen aus der Zeit hast, in der er noch ein Herz hatte, so wie wir. Vermutlich ist es sogar schwer für ihn, zu spüren, dass er kein “Herz” hat.

Roxas höörte sich Zexions Erklärung an und sah so aus, als dächte er über etwas nach.

“Gibt es noch etwas, das du fragen möchtest?”

“…Ach, nein.” Roxas schüttelte den Kopf.

Ich frage mich, ob Roxas das mit den “Herzen” verstanden hat —, dachte Zexion plötzlich, während er mit Rixas in einen Korridor trat.

XxX

Nachdem er seine Mission beendet hatte, rief Marluxia Axel zu:

“Ich habe gehört, dass du auch mit ins Schloss des Entfallens kommst —“

“Neuigkeiten verbreiten sich schnell.” Axel blieb stehen und schaute zu Marluxia zurück.

“Nun, du und ich haben unterschiedliche Missionen. Du wirst dich wohl um den Helden des Schlüsselschwerts kümmern.”

“Du scheinst ja gut informiert zu sein.”

“Die Mitglieder, die ins Schloss müssen, wissen so etwas”, antwortete er. Axel zuckte nur mit den Schultern. “Interessierst du dich nicht füür diesen Helden?”

“Nicht wirklich.”

Das ist die Wahrheit. Ich habe keinen Grund, mich besonders für ihn zu interessieren.

“Hast du nicht auch Interesse an Rixas gezeigt?”

“Dafür kann ich nichts, ich bin schließlich irgendwie verantwortlich für ihn”, antwortete Axel, kehrte Marluxia den Rücken zu und wollte weitergehen.

Aber die folgenden Worte ließen ihn innehalten.

“Also wärst du nicht interessiert. Selbst, wenn du hörtest, dass Roxas der Niemand dieses Helden
ist —?”

Ohne es zu merken, drehte sich Axel um und sah Marluxia mit verengten Augen an. Es sah nicht so aus, als würde er lügen.

Marluxia lachte, als er Axel so sah. “Du bist ehrlich. Genau wie ein Mensch.””

“Soll das ein Kompliment sein?”

“Vielleicht ist es das sogar, weil es ja auch heißt, so zu reagieren, als hätte man noch ein Herz”, sagte Marluxia, immer noch ein bezauberndes Lächeln auf den Lippen.

“So? Ist das alles, was du mir zu sagen hast?”, fragte Axel. Marluxias Blick blieb auf ihm haften.

xXx

xXx



Ein paar Tage später war Roxas mit Axel in Twilight Town.


„Das ist jetzt unsere zweite gemeinsame Mission, nicht wahr?“


„Ja “ Roxas nickte und griff nach dem Schlüsselschwert.


Heute bestand die Mission wieder darin, Herzen zu sammeln. Es lief auf das Auslöschen von Herzlosen hinaus.


„Gehen wir?“


Roxas fing an zu rennen, als er Axels Stimme hörte.


Ich dachte, er hätte mittlerweile schon viele Missionen erledigt, aber ich habe von Saix gehört, dass das seine erste richtige ist.


Roxas bewegte sich viel geschickter als bei seiner ersten Mission, und hinter ihm wurde er von Axel unterstützt, der seine Chakrams auf Herzlose schleuderte.


Wir Mitglieder der Organisation, außer Roxas, können keine Herzen bekommen, selbst wenn wir Herzlose besiegen.


In anderen Worten ist es meine Aufgabe, Roxas zu unterstützen, wenn ich mit ihm auf eine Mission gehe, um Herzen zu sammeln.


Aber Roxas rannte, das Schlüsselschwert schwingend, ohne zu Axel zurückzuschauen. Seine Bewegungen waren bewundernswert. Als er genug Herzen gesammelt hatte, drehte sich Roxas endlich zu Axel um.


„Das war’s, oder?“


„… Ja.“


Das Schlüsselschwert verschwand aus Roxas‘ Hand.


Der Schweiß stand Roxas auf der Stirn, er atmete schwer.


„Also, was sollen wir jetzt tun?“, fragte Axel mit sanfter Stimme.


„Was wir tun sollen…? I hatte vor, Saix das Ergebnis der Mission zu berichten und dann zu schlafen, wie immer.“


Knapp daneben ist auch vorbei.


Axel blickte forschend in Roxas‘ Gesicht und kratzte sich am Kopf.


„Weißt du, Roxas…“


In dem Moment rannten die Kinder – die drei von vorher – an Axel und Roxas vorbei.


„Beil dich, Pence!“


„Wartet~!“


„Der Verlierer gibt dem Gewinner ein Eis aus!“


Scheint fast so, als wären Roxas und diese Kinder dazu bestimmt, sich ständig über den Weg zu laufen.


„Das gerade…“


Roxas sah den Kindern verwundert nach.


Er schien sich nicht daran zu erinnern, dass er sie auch gesehen hatte, als er zum ersten mal mit Axel hier gewesen war.


„Das waren eben die Kinder aus der Stadt.“


„Hmm…“


Roxas‘ Augen verengten sich. Axel war von dieser Reaktion überrascht.


„Tun sie das alle?“


„Das…?“


Axel verstand nicht wirklich, was Roxas meinte.


„In der Gruppe wild herumrennen und Lärm machen „, fragte Roxas, und Axel hatte das Gefühl, dass er jetzt einen etwas andere Ausdruck auf dem Gesicht hatte als vorher.


Vielleicht erinnert er sich an seine Vergangenheit, als er seine Zeit auch so verbracht hat.


„Das ist… etwas, das Leute mit Herzen tun, glaube ich.“


„Ein Herz…“


Roxas ließ seinen Kopf hängen und blickte auf den Boden. Axel kratzte sich am Kopf, er spürte eine Art unangenehme Atmosphäre in der Stille.


Und dann sagte er: „Wollen wir auch ein wenig Eis essen gehen?“


„Warum?“


„Warum? Weil…“


Ich weiß nicht, was ich sagen soll.


Ich will nur ein Eis mit Roxas Essen, an diesem Ort, genau wie an dem Tag, an dem wir uns getroffen haben, das ist alles. Aber ich habe das Gefühl, dass ich das in anderen Worten ausdrücken muss oder so.


Roxas würde es sonst wahrscheinlich


Er atmete tief ein und sagte: „Weil wir Freunde sind.“


Es ist verdammt peinlich, das zu sagen. Aber es laut zu sagen verleiht dem Ganzen mehr Ausdruck.


Und ich konnte keine andere Entschuldigung finden.


„Freunde…“


„Freunde essen zusammen Eiskrem, reden über dumme Dinge und lachen, solche Sachen halt. Wie die Kinder von eben, zum Beispiel.“


Roxas sah zu Axel hoch, einen seltsamen Ausdruck auf seinem Gesicht.


„In Ordnung, lass uns gehen.“


Axel ging in Richtung des Süßwarenladens, als ob er vor Roxas‘ Blick fliehen würde.


XxX


Kinder sprachen auf dem Platz vor dem Uhrturm miteinander.


Hat das irgendeine besondere Bedeutung?


Roxas beobachtete sie und aß seine Eiskrem.


Ich kann fühlen, dass Roxas jetzt mehr von sich spürt als an dem Tag, an dem wir uns kennengelernt haben, oder als bei seiner ersten Mission.


Aber er wirkt trotzdem noch irgendwie leer und kalt. Das ist etwas, das alle Niemande gemeinsam haben.


„Hey, Roxas.“


Roxas hob seinen Kopf.


Was wollte ich noch gleich sagen?


„Wenn wir eine Mission beendet haben, lass uns wieder Eiskrem hier essen. Es ist langweilig, nur zwischen dem Schloss und Missionen hin und her zu gehen, oder?“


Sogar ich bin über diese Worte überrascht.


Wie die Sachen, die ich vorher gesagt hatte, nicht einmal ich hatte es erwartet. Aber die Worte kamen einfach wie automatisch aus meinem Mund.


Roxas sah noch einmal die Kinder auf dem Platz an, mit einem seltsamen Blick.


„Ja – Freunde, richtig…“


Es war wahrscheinlich nur Einbildung, aber ich dachte ich konnte Roxas ein wenig lächeln sehen.


„Nun, ich werde aber für eine kleine Weile keine Eiskrem hier essen können.“


„Hm…?“


Roxas‘ Augen weiteten sich.


„Es wurde entschieden, dass ich ab morgen eine Zeit lang im Schloss des Entfallens sein werde.“


„Das Schloss des Entfallens…“


„Du kennst noch immer nichts außer Twilight Town, oder? Aber da draußen sind noch viele andere Welten, und die Organisation hat ein Schloss in einer anderen Welt dazwischen. Das ist das Schloss des Entfallen. Kannst du dir das merken?“


„… Also gibt es solche Orte…“ Roxas blickte nach unten. „Wann kommst du zurück?“


„Hm – Das frage ich mich auch. Wenn ich zurück bin, lass uns wieder Eiskrem hier essen.“


„… Okay.“


Roxas‘ Blick folgte einem Zug in der Ferne.


„Nun, ich muss bald los. Es gibt eine Menge blöder Dinge zu erledigen.“


„Oh, dann werde ich auch -„


„Du entspannst dich und isst deine Eiskrem. Man sieht sich.“


Axel stand auf und verschwand durch einen Korridor der Finsternis.


Roxas war alleine.


„… Es ist salzig…“, murmelte Roxas, während er an seiner Eiskrem nagte.


Da sah Roxas, dass etwas auf dem Eisstiel geschrieben stand und nahm den Rest mit einem Happen in den Mund.


„Was ist das…“


,Gewinner‘ stand auf dem Stiel.


Von Vernell
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