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Dienstag, 26. März 2013, 16:06

Atelier Meruru: The Apprentice of Arland (PS3)



Bye bye, Arland-Trilogie.

Herrje, ich fühlte mich, als ich die Disk aus der PS3 nahm, ein bisschen so wie damals, als ich den siebten Teil von Harry Potter durchgelesen hatte. Glücklich, dass es vorbei ist und mir bis zum Schluss gefallen hat, aber auch traurig, dass es nun eben vorbei ist.

Atelier Meruru ist der letzte und auch beste Teil der Atelier of Arland Trilogie. Die Reihe an sich besitzt eine angenehme Länge - Meruru passt gut zu den anderen beiden Spielen, bildet aber den dringend benötigten Abschluss, denn ich denke, dass ein vierter Teil dann doch ein wenig zu viel Routine in dieses "Neues Hauptcharaktermädchen ist Schülerin der Hauptcharakterin im letzten Spiel"-Muster bringen würde.

Die Geschichte ist nach wie vor nebensächlich, es ist jedoch wieder viel leichter in Meruru ein gutes Ende zu erreichen als in Totori. Ich fand, dass in Totori die Storyroute ein bisschen zu versteckt war, vor allem, weil ich mich auch immer sehr gescheut habe, lange Wege auf mich zu nehmen, da ich keine wertvolle Zeit verschwenden wollte. In Meruru hat man hingegen schon einigemaßen klare Vorgaben, was zu schaffen ist und man schafft es auch sehr leicht aus eigener Kraft. Ansonsten hat Meruru im Allgemeinen etwa so viel Geschichte wie Atelier Torori - mir fiel nur auf, dass man aber in diesem Teil versucht hat, auch den Charakteren noch mehr Hintergrundgeschichte zu geben, was ich in beiden Vorgängern immer etwas vermisst habe. (Darum stören mich die vielen Charakterevents auch nicht, Leni.)

Die Charaktere sind nach wie vor sehr liebenswert. Ich muss aber gestehen, dass sich vor allem die Rorona-Charaktere etwas abgenutzt haben mit der Zeit - wie bereits gesagt, Meruru beendet die Arland-Reihe genau zum richtigen Zeitpunkt und das hier ist einer Gründe.

Rorona

Mir persönlich hat es gar nicht geschmeckt, dass Rorona wieder klein ist (und auch bis zum Schluss nie mehr die Alte wird).
Ich mochte Rorona im ersten Teil am liebsten, in Totori fand ich sie fast schon ein wenig zu aufdringlich manchmal und so passt ihr Kinderkörper zwar ganz gut zu ihrem Charakter, aber ich kann mich damit dennoch einfach nicht anfreunden. Totori, deren Rumgedruckse und Schüchternheit in Atelier Totori für meinen Geschmack etwas zu sehr betont wurde, ist in Meruru zu meinem Lieblingscharakter geworden. Sie ist reif und ruhig (meistens) und hat einfach eine liebe Persönlichkeit. Meruru ist eine angenehme Hauptcharakterin - sie ist aufgeschlossen und fröhlich, aber dennoch nicht so anstrengend wie beispielsweise Rorona ihrerzeit in ihrem Spiel. Weitere Lieblingscharaktere: Gino, Sterk, Esty.

Und ich finde es schade, dass es keine Charakterendings mehr gibt. Die Endingeinteilung in Rorona hat mir am besten gefallen, ehrlich gesagt. Zwar muss man jetzt nicht mehr so mit den Freundschaftsleveln der verschiedenen Freunde rumjonglieren, damit keiner den anderen davonrennt und man dann am Ende Schwierigkeiten hat, ein gewisses Ending zu bekommen. Aber ich vermisse es schon irgendwie, ein Ending zu haben, wo nur ein gewisser Charakter im Vordergrund steht.

Ansonsten wurde alles Gute der letzten beiden Teile beibehalten und das Nervige wieder rausgeworfen. Man hat das Lizenzsystem aus Atelier Torori auch in Meruru integriert, sodass man wirklich zum Erkunden und Entdecken eingeladen wird. Auch wie man sein Königreich aufbauen und entwickeln kann, gefällt mir sehr. Es wird dem Spieler wieder sehr viel Freiheit gewährt und man kann selbst entscheiden, worauf man seinen Schwerpunkt legt.

Das Alchemiesystem hat sich kaum verändert - ich finde aber das System, mit dem man die Rohmaterialien für die Ausrüstung herstellen kann, viel durchsichtiger und ich habe wirklich Gefallen daran gefunden, meine eigene Ausrüstung mit den gewünschten Fähigkeiten zu kreieren. Man hat jetzt auch keine megaseltenen Materialien mehr, sondern bekommt eigentlich alles recht leicht. Dass man gerade für die seltenen Sachen dann oft noch so viel Zeit aufwenden musste, hat mich in den beiden Vorgängern sehr gestört.

Auch die Homs und die Wholesale-Funktion wurden so abgeändert, dass sie das Spiel wieder etwas schwieriger gestalten und mehr Voraussicht und Planung fordern. Vorher ging es mit der Einführung der Hom/Chims und der Wholesale-Funktion mit dem Schwierigkeitsgrad regelmäßig steil bergab.

Ich habe außerdem bemerkt, dass man das Geld-System ein wenig angepasst hat. Beide Vorgänger hatten sehr einfache Methoden, um sehr schnell an sehr viel Geld zu kommen - man musste sich teilweise schon darauf stürzen, weil es sonst recht schwer war, an Geld zu kommen ohne Zeit zu verlieren. In Meruru bekommt man nur durch Quests an Geld in nennenswerten Mengen - aber ich bin nie in Geldnot geraten, da das Spiel wohl auch einen eingebauten Mechanismus zu besitzen scheint, der neue Quests so generiert, dass auch immer welche dabei sind, die man sofort einlösen kann.

Die Menüführung etc. ist in etwa so geblieben. Ich vermisse aber immernoch die Itemsortierung im Schmiedemenü wie Rorona sie hatte. Dort gab es mehr Kategorien und die Listen waren entsprechend kürzer und übersichtlicher. Bei Meruru hab ich mich manchmal dumm und dusselig gesucht nach dem Rezept für ein bestimmtes Item - auch dass Items, für die man gerade nicht genug Zutaten hat, durchgestichen sind und so der Schriftzug (Itemname) unlesbar wird, fand ich äußerst suboptimal.

Zeitdruck hat man fast keinen mehr - finde eh, dass diesbezüglich ziemlich oft übertrieben wird (wobei ich nicht mal das Wort "Zeitdruck" richtig gewählt finde, da Zeitdruck für mich schon bedeutet, dass irgendwo in Echtzeit ein Zähler mitläuft und so weiter). Man wird überhaupt nicht durchs Spiel gejagt oder gehetzt, aber man muss eben schon Vorausdenken und auch ein wenig Planen, sich seine Zeit einteilen und einfach mal mitdenken. Dieses strategische Planen und Zeiteinteilen macht für mich eigentlich gerade den Reiz an Zeitmanagementsystemen aus.

Graphisch liegt Meruru etwa auf dem Niveau von Atelier Totori - vielleicht etwas darüber, ich hab da noch keinen direkten Vergleich angestellt. Es ist nach wie vor sehr simpel gestaltet, aber dennoch nicht detailarm - vor allem, wie die Landschaft mitwächst, wenn man bestimmte Quests in einem Gebiet erfüllt, fand ich schon toll. Ansonsten ist die Steuerung immer noch etwas schwammig. Meruru berührt beim Laufen nicht wirklich den Boden, sondern sie schwebt oft etwas in der Luft. Dafür treffe ich aber immerhin endlich die Gegner, wenn ich mit dem Stab einen Präventivschlag ausüben will, und dass man Springen kann, ist auch endlich mal nützlich. Verbesserungen gibt es also schon. Kollisionsabfrage etc bleiben aber nach wie vor ziemlich ungenau. Auch die Perspektive ist nicht immer wirklich hilfreich, da es einem schwer fällt, die Entfernung zum Gegner einzuschätzen.

Ich finde es übrigens sehr schade, dass das Opening in Ingame-Graphik ist und keine Anime-Sequenz mehr. Die waren in Totori und Rorona wirklich hübsch gemacht, während es bei Meruru zwar schon irgendwo gut gemacht ist (und einem wird vor allem der graphische Sprung zwischen Teil 1 und diesem hier bewusst), aber lange nicht so schön wie die Anime-Openings der anderen beiden Teile. (Aber das Prolog-Video, das Totori und Rorona zusammenfasst, ist total hübsch gemacht mit den bunten Silhouetten und alles.)

Soundtrack ist toll. Punkt. Der OST hat auch viele unauffällige Stücke, aber keines der Stücke fiel mir je negativ auf. Lediglich diese sehr - wie soll ich sagen - metal-angehauchten Sachen fand ich nicht so toll. Meruru beinhaltet auch mehr Gesungenes, diese Tracks spiegeln dann auch wunderbar die Stimmung des Spiels wieder. Übrigens lohnt auch einen Blick ins "Extra"-Menü des Spiels, das nach dem ersten Durchspielen freigeschaltet wird. Hier kann sich nicht nur alle Artworks nochmal anschauen, sonden auch den OST hören und die Kommentare des Komponisten zu den einzelnen Stücken lesen - manche sind ziemlich unterhaltsam.

Alles in allem bildet Atelier Meruru einen gelungenen Abschluss und zugleich den Höhepunkt der Arland-Reihe. Ich freue mich sehr, dass man diese Nischentitel hier veröffentlicht und werde der Serie definitiv treu bleiben. Der nächste Teil steht auch schon bereit. :3
Allerdings werde ich vor Atelier Ayesha vielleicht erstmal eine kürzere Atelier-Pause einlegen.
:nekocat:

Diese Katze weiß, dass sie besser ist als du. Sie läuft nicht - sie "tanzt". Sie benutzt keine Magie - "sie trifft dich mit magischer Klasse".


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Sonntag, 31. März 2013, 18:33

Risen
Risen ist ein Rollenspiel von Piranha Bites

Zu erstmal zum Anfang in Kurzfassung.
Du bist Schiffsbrüchiger auf einer Insel. Zuerst scheint es, als wärst du und die andere, die mit dir gestrandet ist, die Einzigen. Das ändert sich als du (alleine) die Insel erkundest. Schon am Anfang trifft man dann eine Story-technische sehr wichtige Entscheidung. Bei einem Haus gibt es zwei Wege. Einer nach Links, der andere nach Rechts. Gehst du den linken Weg, wählst du die Banditen, rechts die Inqusition. Bei dem rechten Weg gibt es allerdings noch eine Besonderheit. Wenn du es schaffst dich irgendwie freiwillig für die Inqusition zu melden kannst du auch Magier werden. Ansonsten wirst du von den nächstbesten niedergehauen und zwangsrekrutiert. In dem Fall darfst du erstmal lernen mit einem Stab zu kämpfen.
Der einzige Unterschied wäre dann noch das Maximal Level von bestimmten Skills. Ich habe beispielsweise erst sehr spät mitbekommen, dass nur ein Bandit mit dem Schwert bis zur Stufe 10 lernen kann.
Sonst gibt es auch noch die Nebenfähigkeiten Alchemie, Erz schürfen, Spruchrollen anfertigen und das Schmieden.
Besonders beim Schmieden hat sich Piranha Bites richtig Mühe gegeben. Anstatt in einem Menü ein Schwert auszuwählen und schon ist es fertig musst du dir erstmal einen Rohling holen und mit dem dann die einzelnen Stationen abgehen. Die wären die Schmiede, der Amboss, die Wasserkiste (zum abkühlen) und dann geht es noch zum Schleifstein.

Dann komme ich mal zu den Waffen. Es gibt Schwerter, Bastardschwerter, Zweihandschwerter, Äxte, den schon genannten Stab und als Fernkampfwaffen Bogen und Armbrust. Die Schwerter sind alle unter einen Skillkategorie, was sehr nützlich gewesen war.

Geld ist übrigens sehr lange Mangelware und du bist für jede Goldmünze dankbar.

Das Kampfsystem ist in meiner Sicht der große Pluspunkt des Spiels.
Bei Gegnern mit Waffen muss man versuchen durch die Abwehr des Gegners zu kommen. Hier hast du die Wahl ob du versuchst auszuweichen oder wenn du es schon kannst eine Konterparade versuchen. Es ist ziemlich schwer den richtigen Moment abzuwarten, denn eine falsche Bewegung und du bekommst eine gescheuert. Auch die Tiere sollte man nicht unterschätzen. Bis zum Ende des Spiels solltest du dir es immer zweimal überlegen ob du dich mit mehr als drei Gegnern (oder nur zweien wenn die gegenüber stark sind) anlegen möchtest. Das gilt sowohl für Mensch als auch Tier.

Der Schwierigkeitsgrad ist besonders hoch. Selbst auf Leicht macht dir noch fast jeder zu Anfang die Hölle heiß, wenn du nicht aufpasst. Besonders dann wenn du es mit einer Aschenbestie (Gorilla ohne Augen) oder nem Guhl (flinke Höhlenbewohner) aufnehmen möchtest. Erst ab der Mitte bist du erst halbwegs gut genug gerüstet für einen Kampf gegen diese Viecher. Und selbst dann noch killen die dich mit Leichtigkeit.

Jetzt muss ich zu dem großem Minuspunkt kommen.
Die Grafik wirkt an sehr vielen Stellen sehr unschön aus und es ist nicht selten auf eine verwaschene Textur zu stoßen. Bugs gibt es auch den ein oder anderen. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass ein Gnom dich onehittet, obwohl du eine richtig gute Rüstung dabei hast.
Zu verkraften, aber nervig hingegen ist die Schrift. Die ist nämlich klein und unleserlich. Nur die aus Risen 2 Dark Waters kann dies toppen.
Kann mir jemand da zufällig sagen, ob es auf einem HD Fernseher angenehmer ist?

Ach und beim Anfang des zweiten Teils kommt dann auch noch eine große Ernüchterung

Spoiler Spoiler

Nicht nur wurde der Retter der Insel vom Inqusitor zum Leutnant herabgestuft, nein der Kerl den du gespielt hast, hat beinahe alles vergessen. Du musst dem sogar erst mal wieder das Schleichen beibringen. Nur wie man Erz schürft konnte er sich merken.
Ja da fühlt man sich richtig schön verarscht.


Fazit: Ein nettes Rollenspiel was mir sehr viel Spaß machte und den ein oder anderen Frustmoment hergab. Der Schwierigkeitsgrad fordert und kennt kein Erbarmen bei einem Fehltritt zumindest am Anfang. Später hast du ja eine Ausrüstung, was aber noch kein Grund für ein sicheres Durchkommen ist. Kampfsystem ist top die Grafik dagegen wirkt unfertig. Der Spieler merkt trotzdem, dass sich hier Mühe gegeben wurde.

Und hiermit übergebe ich an Pochama.

Saikx I Einbein I Salia I Jamie I Noctaria I Ciel

123

Sonntag, 31. März 2013, 19:32

Hrrhrr, danke. :3
Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk (PS3)



Naja, das war dann wohl nichts mit meiner Atelier-Pause, hehehe. Ich hatte angefangen und konnte plötzlich nicht mehr aufhören.

Ich find's toll, dass die Spiele mit jedem Teil ein kleines bisschen besser werden. Auch wenn ich ganz ehrlich sagen muss, dass Ayesha mir längst nicht so gut gefallen hat wie Meruru.

Diesmal haben sie sich ein wenig mehr auf die Geschichte konzentriert, was einige sicherlich freuen dürfte. Nebensächlich bleibt sie trotzdem, aber das Spiel gleicht so schon viel eher einem typischen RPG als die drei Vorgänger. Ziel ist es innerhalb von drei Jahren Ayeshas Schwester wiederzufinden. Erinnert insgesamt etwas an Totori, aber ist schon etwas besser abgewickelt als in dem Arland-Spiel.

Ich sagte eingangs ja schon, dass ich das Spiel nicht ganz so toll finde wie Meruru bzw die Arland-Reihe. Und das liegt vor allen Dingen an den Charakteren. Irgendwie fand ich die allesamt nicht wirklich interessant. Es war zwar sehr erfrischend, endlich mal aus dem immergleichen Cast-Schema der Arland-Spiele auszubrechen (das wa wäre: weibl. Hauptcharakter - beste Freundin - männl. Kindhetsfreund - Meisterin usw.), aber darüber hinaus hatten die Charaktere kaum etwas zu bieten, das sie für mich interessant gemacht hat. Ich mochte nur Keith sehr gern - vor allem auch durch das Bad(?) Ending, wenn es einem nicht gelingt, Nio zu retten. Ayesha als Hauptcharakterin hat mir aber sehr gefallen.

Die Spielwelt ist dafür aber herrlich - noch mal eine deutliche Verbesserung zu Meruru. Die vielen Ruinen und offenen Landschaften waren toll. Überhaupt gefällt mir das Design des Spiels besser als das der vergangenen Spiele - die Welt, das Charakterdesign und die Präsentation stellen für mich einen großen Schritt nach vorn da. Ich mag den neuen Artstil - er wirkt weicher und ruhiger und nicht mehr so schrill.

Beim Alchemiesystem gibt es einige Verbesserungen, aber einige der Neuerungen empfand ich als unübersichtlich und nutzerunfreundlich. Das System mit den Item-Eigenschaften ist gut gemacht und auch, dass für die verschiedenen Fähigkeiten der Items jetzt alle Zutaten zählen und nicht mehr nur eine bestimmte Zutat und deren Qualität darüber entscheidet, ob ein Item eine Fähigkeit besitzt oder nicht. Auch Ayeshas Fähigkeit, das Syntheseergebnis mit über den Alchemielevel erlernbaren Fähigkeiten zu beeinflussen ist eine klasse Idee. Ebenso wie die Mischpunkten und dass man eine Synthese nur durchführen kann, wenn man schon auf dem erforderlichen Alchemielevel ist (vorher war das Level egal, wenn aber das eigene Level zu niedrig war, war die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Synthese fehlschlägt und nur Müll rauskommt - in Ayesha können Synthesen nicht mehr fehlschlagen).
Was mir aber nicht so zugesagt hat, war die Aufteilung des Menüs. Es sieht nun aus wie eine Pinnwand, von der man das Item, das man herstellen will, auswählen kann. Ich empfand das als unübersichtlich und hätte lieber die Listen wiedergehabt.
Gut ist aber, dass der Korb nun nicht mehr nur 60 Items fasst, sondern 60 verschiedene Items. Man kann also von einer Itemart so viel sammeln, wie man mag. Der Container ist auch wieder schön groß und wird nicht voll. Das Wholesale-System ist von Anfang an verfügbar.

Zeitdruck ist gar nicht mehr vorhanden - ich konnte immer so viel kämpfen und sammeln, wie ich wollte und habe die Geschichte trotzdem nach anderhalb Jahren geschafft (man hat maximal drei Jahre). Dementsprechend war ich auch nie in Itemnot und musste nie zusätzlich sammeln.
Ich war zuerst etwas enttäuscht, dass man wieder nur drei Jahre hat wie in Rorona (bei Totori und Meruru waren es fünf) - aber die Reisewege und Synthesezeiten sind viel viel kürzer als in den Arland-Teilen und somit vergehen die drei Jahre auch viel langsamer. Und die die Entwicklungsitems für schnelleres Reisen etc sind viel früher herstellbar. Im Endeffekt ist es kein großer Unterschied. (Ich wusste gegen Ende auch nicht mehr, was ich machen sollte, als ich alle Events gesehen hatte und auch alle sonstigen Ziele erfüllt waren, hatte ich trotzdem noch so viel Zeit.)

Das Questsystem ist etwas anders. Es gibt insgesamt um die 100 Quests, die man bei den Leuten persönlich erfüllen muss. Hat man alle erledigt, gibt es keine mehr. Das Punktesystem aus Meruru und Totori wurde etwas abgeändert, ist aber auch in etwa so im Spiel enthalten - es gibt Aufgaben, wo man alle Punkte in einem Gebiet absammeln muss und alle Gegner besiegen muss für Punkte und so weiter. Hat mir gut gefallen.

Das Kampfsystem wurde etwas verbessert. Man hat nun die Möglichkeit, seine Charaktere auf dem Kampffeld zu platzieren. Angriffe von hinten machen viel mehr Schaden und der Gegner kann mit großflächigen Attacken nicht mehr alle Charaktere gleichzeitig treffen, wenn sie zu weit auseinander stehen. Ist schon eine kleine Verbesserung zu den Vergängern und macht das ansonsten recht dröge Kampfsystem etwas spannender.

Und man kann sich nun aussuchen, welches Ending man bekommt. Sehr viel angenehmer.

Graphisch hat man sich wieder verbessert. Es gibt nun keine Eventscenes mit Sprites mehr - sondern Gespräche und alles sind richtig animiert. Die Gesichtsausdrücke und so weiter haben sie auch gut hinbekommen, so dass die Figuren nicht emotionslos oder so wirken. Lediglich an den Lippenbewegungen müssen sie noch arbeiten, sodass die Charaktere in Zukunft hoffentlich aufhören die Lippen zu bewegen, wenn sie zuende gesprochen haben. Auch die Umgebungen und Landschaften sind sehr schön gemacht. Die Städte sind größer und detailreicher.

Der Soundtrack bietet einige wirklich herausragende Field Themes und Vocal Tracks. Nur die Battle Themes haben mir teilweise gar nicht gefallen. Der Rest des Soundtracks ist aber sehr toll und passt auch sehr gut zu der Welt.

Leider hat man diesmal keine japanische Sprachausgabe zur Verfügung. Die englische Vertonung ist aber in Ordnung - lediglich Ayesha spricht mir etwas zu gekünstelt hoch.

Abschließend lässt sich sagen, dass Ayesha eine deutliche Verbesserung zu den Arland-Spielen in fast allen Bereichen darstellt. Mir persönlich gefallen nur die Charaktere lange nicht so gut wie in den Vorgängern. Ansonsten kann ich über das Spiel aber fast nur Positives sagen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der zwei Hauptcharaktere haben wird und hoffe inständig, dass dieser auch nach Europa kommt.
:nekocat:

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Samstag, 13. April 2013, 03:14

Bioshock (PS3)

Spoiler Spoiler



Ich kam durch Zufall wieder auf Bioshock (mehr oder minder durch Faxter). Vor ca. einem Jahr hatte ich das Spiel schon einmal angefangen, es aber schnell wieder fallen gelassen. Ich bin, wie bereits oft irgendwo erwähnt, ein richtiger Angsthase, wenn es um Games geht. Dieses Mal habe ich es durchgezogen und Bioshock durchgespielt, auch wenn ich stellenweise am liebsten gequitted hätte. Gut, so~ irre gruselig ist das Spiel wirklich nicht, aber gerade gegen Ende habe ich mich doch oft erschreckt, weil scheinbar tote Gegner einfach mal aufgesprungen sind oder aber ich hinter jeder Ecke jemanden vermutete. Grusligstes Level für mich war allerdings das erste, die Stelle an der das Licht einfach ausgeht ... ich dachte, ich würde sterben. :<
Nun gut, zum Spiel selbst kann ich nur sagen, dass ich richtig überrascht wurde. Ich hätte nie gedacht, dass ein Shooter so viel zu bieten hätte. Die Story ist wirklich interessant und packend, gute Plottwists und genügend Hintergrundinformationen gibt es auch. Ich habe tatsächlich jedes Audiotape gesucht und mir auch gespannt angehört. Es hat mich interessiert, was in dieser Stadt, die irgendwo unter dem Meer liegt, passiert. Die Atmosphäre ist stimmig und die Gebiete doch recht abwechslungsreich. Vorallem Arcadia gefiel mir sehr gut, eben wegen des vielen Grüns. Eigentlich hatte ich erwartet, dass die Gebiete sich doch mehr gleichen würden. Die Figuren sind eigentlich ebenfalls recht interessant, wohl auch, weil man vieles über sie erfährt, vorallem eben durch die alten Audiotapes. Zudem gibt es ingesamt drei verschiedene Endings, ich hatte jetzt das "Gute", welches wirklich hübsch umgesetzt war.
Es gibt zwar nicht unbedingt viele Gegnertypen, dafür können diese recht nervig sein, da sie gerne mal in der Gruppe angreifen und jeder hierbei seine eigenen Schwachpunkte hat. Nervig ist vorallen der Umstand, dass man irgendwo rumsteht und auf einmal zig Gegner angerannt kommen. Und vorallen Dingen, dass die Gegner scheinbar immer wieder respawnen. Man kann eigentlich zu jeder Zeit zu bereits besuchten Orten zurückkehren und man wird jedes Mal wieder auf Gegner stoßen. Zum Glück machen sich diese meistens schon vorher bemerkbar, weil sie einfach brabbeln, pfeifen, weinen oder sonstige Laute von sich geben. Außer ggf. die Spinnen-Spider, die an den Decken herumkrabbeln. So manches Mal habe ich einen halben Herzinfarkt bekommen, weil auf einmal ein Gegner von der Decke herab fiel.
Die Musik des Spiels gefällt mir recht gut, auch wenn nur selten welche Spielt. Das Setting ist in den 60ern angesiedelt, dementsprechend ist auch die Musik. Stellenweise bin ich auch einfach stehengeblieben und habe der Musik zugehört, beispielsweise bei den Tracks "Bei mir bist du schön" und "Beyond the Sea". Ich mag solche alten Schinken.
Oh und was soll das, dass man random irgendwelche grusligen Laute einspielt, obwohl gar nichts passiert? Gerade gegen Ende passiert das oft und ich gehe in Lauerstellung, weil ich etwas erwarte ... Pustekuchen! Sowas hasse ich!
Der zweite Teil wird definitv gekauft, es interessiert mich, wie die Story weitergeht. Auch wenn ich erst einmal eine kleine Pause brauche, da die Stimmung in Bioshock bzw. Rapture doch eher bedrückend und düster war. Erst einmal muss ein buntes Spiel her, mit vielen Farben!

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Montag, 6. Mai 2013, 18:06

God of War III

Cover


~limitlessunits.com

Kratos kehrt zurück zu einem weiteren atemberaubenden Abenteuer, das vor epischer Männlichkeit nur so strotzt.
Das beste Kampfsystem, das ich bisher in einem ActionAdventure erleben durfte, trifft hier auf eine Varietät von Gegnern, die insgesamt sehr viel zu bieten haben. Wer hier versucht, jedes Monster gleichermaßen anzugehen sieht allzu schnell den 'Game Over' Screen - insbesondere bei einem Schwierigkeitsgrad über "Gott" ( = Normal).
Während ich auf Gott noch recht gut durch die Kampfszenen kam, zerbrach ich mir eher den Kopf an den Rätseln. Die hätten gern etwas schwieriger sein können, ich befürchte aber, dass das dann den Spielfluss behindern könnte. Und genau das ist mein großer Pluspunkt an diesem Spiel - man fühlt sich sehr hineingezogen, die Story wirkt sehr nah und die Charaktere außerordentlich lebhaft, was auch am Voice-Acting liegt - oberklasse! (Englische Uncut-Version)
Auf Titan allerdings kannte ich zwar die Rätsel schon, allerdings bereiteten mir die Taktiken für die größeren Kämpfe eher Probleme. Wirklich schwer fand ich den Kampf gegen den großen Zerberus, der von insgesamt 3 Satyren begleitet wird - selbst mit ner guten Taktik noch knifflig - sowie der letzte Bosskampf - die eine Phase hatte anscheinend eine zu einfache Lösung für mich... vorher brauchte ich einen kleinen Wutanfall...

Sehr beeindruckend und bemerkenswert sind hier auch die gewaltigen Ausmaße. Riesiger Boss trifft riesigen Verbündeten auf riesigem Berg über riesigem Meer. Und mit 'riesig' meine ich hier wirklich verdammt groß - solche Ausmaße auf der PS3 ruckelfrei und in sehr guter Qualität umzusetzen - meinen Respekt! Ich war überwältigt.

Insgesamt ein Spiel der absoluten Oberklasse, die Platin-Trophäe war meiner Ansicht nach sehr gut ausbalanciert - man musste wirklich alles nutzen, was das Spiel hergibt. Und für mich gab es hier auch keine lästigen Aufhänger-Trophäen oder zeitintensives Repetitieren.

Mayst thou thy peace discov'r

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Mittwoch, 8. Mai 2013, 13:43

The World ends with you (NDS)

Spoiler Spoiler


Seit ca. einem Jahr lag das Spiel nun schon bei mir rum und endlich habe ich mal aufgerafft und es gespielt, sogar bis zum Ende. Die Story war recht interessant und hielt auch viele Überraschungen bereit, die Charaktere waren lieb und die Musik gefällt mir großteils außerordentlich gut. Jedoch ist nach dem Durchspielen doch noch vieles unklar, zum Glück kann man durch bestimmte Aufgaben geheime Berichte sammeln, die die Geschehnisse aufdecken. Diese zu bekommen ist allerdings doch recht schwierig. Zum Glück muss man hierfür aber keinen neuen Spielstand beginnen, sondern kann die Kapitel noch einmal beginnen und sich so nur auf die zuerledigenden Dinge konzentrieren. Meistens bestehen die Aufgaben darin, bestimmte Gegner auf "Hard" oder höher zu besiegen und spezielle Items zu sammeln, was allerdings teilweise wirklich recht tricky sein kann.
Das Kampfsystem ist allerdings sehr anstrengend, da man im besten Fall beide Bildschirme während der Kämpfe im Auge haben sollte. Auf dem oberen Bildschirm ist der derzeitige Partner, welchen man mit dem Steuerkreuz bzw. den Tasten A, X etc. "steuern" kann. Die untere Taste dient immer dazu Angriffen zu blocken bzw. ihnen auszuweichen. Mit der oberen Taste springt die Figur in der Luft und kann auch von dort angreifen. Die rechte und linke Taste sind die Richtung, in die der Charakter angreift. Die Figuren agieren auch selbstständig, blocken Angriffe aber nicht. Weshalb man doch ein Auge darauf haben sollte.
Die Steuerung von Neku sieht da schon anders aus. Mit dem Stylus zieht man ihn über das Kampfgebiet, schnelles ziehen führt dazu, dass Neku gegnerischen Attacken ausweichen kann. Und mit Pins, die man kaufen kann, von Gegnern oder im Laufe der Story bekommt, kann man meistens angreifen. Manche dienen auch zur Heilung oder zur Unterstützung, indem sie die Abwehr der Gegner brechen etc. Dabei gibt es die verschiedensten Formen, wie man angreifen kann. Durch antippen der Gegner, ziehen von Gegnern, schnelles streichen und so weiter. Gerade der letzte Boss war die Hölle, obwohl ich dort auf leicht gespielt hatte.
Interessant ist aber, dass man sich seinen Schwierigkeitsgrad wirklich individuell anpassen kann. Man levelt zwar auf, kann sein Level aber dennoch zurücksetzen. Meine Figuren sind derzeit insgesamt auf Level 45, aber ich setze die Leiste meistens ein Stück zurück und spiele mit Level 30. Das Herabsetzen des Levels beeinflusst übrigends die Dropraten von Gegnern, wobei das ganze am derzeitigen Maximallevel gemessen wird und bei manchen Gegnern es derzeit keinen Sinn macht ein Item farmen zu wollen, weil die Droprate noch viel zu niedrig ist. Schwierigkeitsgrade gibt es im übrigen vier: Leicht, normal, schwer und ultimativ. Wobei man den letzten erst nach dem Durchspielen bekommt.
Derzeit versuche ich die geheimen Berichte zu sammeln, weil mich die Story doch recht gepackt hat und ich sie einfach komplett verstehen möchte. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte, weil es stellenweise wirklich abartig schwer ist. Liegt wohl auch daran, dass meine Figuren gerade mal auf Level 45 sind.

Tomb Raider (PS3)

Spoiler Spoiler


Ich bin wirklich angetan von diesem Spiel. Klar ist es anders, als die Vorgänger, aber dennoch würde ich sagen, dass es gut und ggf. auch sinnvoll ist. Man spielt die junge, noch unerfahrene Lara, die mit ihrer Crew auf einer Insel Schiffbruch erleidet und sich den dortigen "Bewohnern" stellen muss. Es gibt natürlich wieder viele Klettereinlagen, schade war jedoch, dass diese viel zu einfach waren, war doch immer ersichtlich, wohin man springen/klettern musste. Das Levelsystem fand ich durchaus angebracht, da Lara zu Beginn des Spiels wirklich noch keine Ahnung vom Kämpfen und Überleben hat. Da fand ich es schon sinnvoll, dass man so etwas eingebaut hat und Lara mit der Zeit beispielsweise einen Konter-Kill lernt. Es hätte aber etwas mehr ausgebaut sein können, in der Regel hat man kurz vor Ende des Spiels alle Skills erworben.
Die Waffen kann man natürlich auch upgraden. Dafür muss man Bergungsgut aus Kisten oder aber von Gegnern sammeln. Das hat dann doch recht lange gedauert, bis ich alle Waffen auf 100% hatte. Das Aufstufen hat sich großteils auch bemerkbar gemacht, auch wenn ich der Meinung bin, dass die Schrotflinte viel zu schwach ist. Selbst wenn ich direkt vor einem ungepanzerten Gegner stand, ist dieser einfach nur zurückgeflogen und stand danach wieder auf.
Die optionalen Gräber waren leider viel zu einfach, man muss nicht mal wirklich nachdenken, weil man das Rätsel sofort durchschaut. Es gab lediglich eine Grabstätte, die ich nicht auf Anhieb hinbekommen habe. Wobei es eher daran lag, dass ich nicht gedacht hätte, dass Lara so weit springen könnte. Die Lösung war mir klar.
Die Geschichte fand ich sehr interessant, was ich an Tomb Raider mag (auch wenn ich nicht viele andere Spiele der Serie gespielt habe) ist eben, dass es immer um Mysterien geht und das ganze doch etwas abgefahren ist. Ich mag sowas aber und bin der Meinung, dass man das in diesem Teil aber abgeschwächt hat. Kämpft man in anderen Spielen der Serie noch wirklich gegen übernatürliche Wesen, so wird man hier nur Tieren und Menschen begegnen.
Zu entdecken gab es einiges, so konnte man eigentlich in jedem Gebiet eine Herausforderung bestehen die aber immer darin bestanden, irgendwelche Dinge kaputt zu machen. Beispielsweise Poster/Flaggen oder aber Minen.
Das Hauptspiel war dennoch irgendwie recht kurz, oder aber ich habe es einfach mal wieder durchgesuchtet. Ich bin mir da nicht sicher. Nett ist aber auf jeden Fall, dass man eigentlich zu jeder Zeit in frühere Gebiete zurückkehren kann, um Aufgaben zu erledigen, Bergungsgut zu suchen oder einfach aus Spaß.
Der Multiplayer macht zusammen zwar Spaß, auch wenn man leider nicht als Gruppe in ein Spiel joinen kann und man bei einem Privatspiel nicht einstellen kann, dass auch andere den Raum betreten können. Dennoch hätte man ihn imo weglassen können. Er wirkt stellenweise einfach undurchdacht und total unausgeglichen. Spielt man beispielsweise gegen einen Gegner, der vom Level viel höher ist, wird man in der Regel immer unterliegen, da er einfach viel bessere Waffen hat. Außer, der Gegner ist ein totaler Nichtskönner.

Black Mirror II (PC)

Spoiler Spoiler


Der Vorgänger war für mich mehr schlecht als recht, aber die Fortsetzung ist doch ganz gut geworden. Einige Plottwists und eigentlich auch permanten spannend. Ist die Hauptfigur zu Beginn noch ein totales Arschloch, das ich am liebsten auf den Mond geschossen hätte, so mag ich Darren inzwischen doch ganz gerne. Die Rätsel waren großteils aber viel zu einfach, es gab fast keines, bei dem ich wirklich viel Grübeln musste und mir die Haare gerauft habe. Schade, das ist gerade das, was ich an diesem Genre so mag. Den dritten Teil werde ich definitiv auch noch spielen, irgendwann.

Fallout 3 (PS3)

Spoiler Spoiler


Jahre lag es herum ... zu Recht! Die Hauptstory ist zwar durchaus interessant, leider aber viel zu kurz. Die Spielwelt ist eigentlich recht abwechslungsreich, aber irgendwie doch sehr öde. Die Nebenmissionen sind großteils einfach stinklangweilig, weil es doch irgendwie immer das Gleiche ist. Geh dorthin, hol was und halte dir die Gegner vom Leib, die dort herumstreifen. Ich hätte mir mehr Abwechslung gewünscht. Im Radio spielen sie immer die gleichen drei Songs. Der Radiomoderator wiederholt sich auch ständig. Das hat mich irgendwann einfach nur verrückt gemacht. Die Figuren sehen großteils auch sehr gleich aus, vorallem die ganzen Frauen mit Damenbärten. Die Synchro ist großteils einfach nur grottig, kleine Kinder mit Rambostimmen. Die ein oder andere Figur spricht nur Englisch, komischerweise sind die Untertitel dann auch Englisch. Hatte wohl keine Lust auf Deutsch. Und überhaupt ist das Spiel so verbuggt. Ich habe mich so oft irgendwo in eine Wand gebuggt, dass ich einfach nur das Spiel ausmachen konnte. Zum Glück kann man überall speichern. Oder aber das Spiel hat sich aufgehangen oder mich gleich zurück in's Menü der PS3 geworfen.
Das Kampfsystem ist ganz nett, vorallem der V.A.T.S.-Modus ist gut, weil er einen in brenzligen Situationen retten kann.

Auron_______Jules_________Smilla _____Rupert_______Esther

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Mittwoch, 8. Mai 2013, 18:20

Gravity Rush (PS Vita)


Worst. Game. Ever.
Nein, Scherz mit Herz. X3 Ach, was habe ich geflucht bei diesem Spiel. Actionadventures sind einfach nicht so meine Kragenweite, habe ich das Gefühl.

Die Geschichte ist eigentlich recht unkonventionell - zumindest erinnere ich mich spontan an kein Spiel, das eine vergleichbare Geschichte hatte. Man spielt Kat, die eines Tages in einer Stadt aufwacht und Superkräfte besitzt, mit der sie die Erdanziehung bewusst steuern kann. Die Stadt wird von Monstern, sogenannten Nevi, heimgesucht, die bekämpft werden müssen. Die Geschichte fing eigentlich relativ uninteressant an, auch wenn die vorgestellten Charaktere mir recht sympathisch waren, aber der zweite Teil der Geschichte mit den vergessenen Kindern hat mir dafür wieder sehr gefallen. Was ich an der Geschichte zu bemängeln habe ist, dass ihr irgendwie ein vernüftiger Abschluss fehlt (was aus dem Weg geräumt wäre, wenn man einen Nachfolger machen würde) und dass mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet werden. Wenigstens ein paar Geheimnisse hätte man doch lüften können, denn so wirkt die Geschichte an sich leider etwas unbefriedigend.

Auf die Charaktere bin ich schon kurz eingegangen: Kat als Hauptcharakter ist toll - sie ist feminin und trotzdem ein Action-Girl, was mich als Frau sehr angesprochen hat. Ich habe sehr gern auch mal einen weiblichen Hauptcharakter, aber die allermeisten sind leider so doof. :/ Ansonsten mochte ich Syd als liebenswerten Schlaffi Polizisten und den "Schöpfer" sehr gern. Mir haben auch die Charaktere, die in den Nebengeschichten der DLCs vorkamen, sehr gut gefallen. Und die Stadt an sich war eine tolle Welt, in der es Einiges zu erkunden gab - und zwar buchstäblich von allen Seiten. Sie ist sehr verwinkelt und vielschichtig und demzufolge auch bei Weitem nicht so klein, wie sie von außen wirkt.

Die große Stärke des Spiels ist die Darstellung der Geschichte meiner Meinung nach. Die Comicstrips, die man anstatt der sonst üblichen Cutscenes hat, sind total toll und während des Spielens fühlte ich mich wirklich wie in einer dieser Superheldenzeichentrickserien aus meiner Kindheit - nur hatte das ganze doch noch einen etwas modernen Touch. Diese Mischung aus Sci-Fi, Steampunk, Superheldengeschichte und Fantasy hat mir sehr gut gefallen. (Und Katzen, hallo? Wie könnte ich das nicht würdigen!? >w<)

Der Soundtrack ist sehr toll, hätte aber gern umfangreicher sein dürfen. Der OST unterstreicht nochmal die Atmosphäre, die durch die Darstellung aufkommt. Mein Lieblingstrack war der Endingsong. Wahnsinn, genau mein Geschmack. >w<

Das Herzstück des Spiels ist aber wohl (Gerüchten zufolge X3) das Gameplay. Die Steuerung an sich sieht sehr kompliziert aus, ist aber sehr sehr einfach zu erlernen und das Spiel bringt einem die wenigen Moves, die einem zur Verfügung stehen, auch gut bei. Ein Levelsystem gibt es nicht, dafür muss man Missionen erfüllen, um die Möglichkeit zu bekommen, die eigenen Werte und Angriffe zu stärken. Zudem muss man Kristalle sammeln, mit denen man die freigeschalteten Wertsteigerungen dann aktivieren kann - hat mir sehr gut gefallen. Mit der Gravitationskraft kann man übrigens auch innerhalb der Stadt viel Schindluder treiben, ich habe immer die Leute geärgert und kleine Bratzen umgeschubst, Kisten auf Schulmädchen abgefeuert und Leute in den Abgrund geworfen. *schäm*
Die Steuerung funktioniert auch meistens recht gut - auch die Bewegungssteuerung, mit der man zusätzlich die Kamera steuern kann, und die Touchscreeneinbindung waren sehr treffend und haben nicht zu sehr überfordert. Das einzige, was von den Bewegungsarten nicht so toll funktioniert hat, war das Gleiten. Man konnte die Richtung ändern, in dem man die Vita geneigt hat. Leider hat man durch das Neigen die Richtung entweder gar nicht oder plötzlich total doll geändert - da hätte man nachbessern können.

Der große große Schwachpunkt ist aber die Kamera. Sorry, die war (bis auf eine verschwindend geringe Anzahl an Ausnahmen) einfach Mist. Die Steuerung mit dem rechten Stick funktioniert zwar, wie sie sollte - aber dadurch, dass man sehr oft einfach frei im Raum schwebt und die Kamera um 360°zu allen Richtungen hin drehen kann und dann oftmals noch von allen Seiten angegriffen wird und dann noch schnell sein muss, verliert man so wahnsinnig schnell die Übersicht. Oft habe ich mich gar nicht mehr um den rechten Stick geschert, sondern den Blickwinkel mit der Bewegungssteuerung geändert (wodurch ich dann am Ende mancher Herausforderungen sehr sehr verrenkt dasaß, da man sobald man einmal angefangen hat, die Kamera zB bei einem Rennen mit Bewegungen zu steuern, sich nicht einfach wieder in die Ausgangsposition zurückdrehen kann, ohne die Kamera auch zurückzudrehen... muss ganz schön albern ausgesehen haben...) Mit dem Stick lässt sich die Kamera zwar insgesamt präziser steuern, aber mit der Bewegungssteuerung ist man instinktiv schneller, auch wenn es manchmal in ziemliches Rumgefuchtel ausartete und ich wegen der Bewegungssteuerung auch nicht in meiner Lieblingsposition spielen konnte sondern mehr oder weniger frei im Raum sitzend mit viel Platz zum Fuchteln.

Ich hätte sehr gern ENTWEDER eine feste Lock-On-Funktion gehabt, mit der man Feinde und Checkpoints anvisieren kann ODER noch besser eine Funktion, die Kamera wieder hinter Kat und gleich so dreht, dass man die Welt wieder "richtigrum hat" (mit L1 geht das zwar, aber damit hebt man auch die Gravitation auf und die ganze Welt ist wieder richtigrum und nicht nur die Kamera). Ich wusste eigentlich größtenteils nicht mal mehr, wo jetzt oben und unten war - da haben auch Schal und Haare nicht dran geändert. Und wenn die Kamera mal etwas Eigeninitiative gezeigt hat, dann hat die sich immer genau dahin gedreht, wo ich es nicht wollte. Blödes Ding. Es ist eigentlich nur die Kamera, wegen der ich größtenteils so ausgerastet bin wie ich eben... ausgerastet bin.
Vergebt mir, Leni und all ihr Anderen .____.

Und die Herausforderungen haben mich auch derbe zum Ragen gebracht. Muss aber gestehen, dass man sie alle schafft und die Herausforderungen auch ganz bewusst darauf ausgelegt sind, dass man sie mehrmals versuchen und sich dabei Gegner und Checkpoints merken und dann versuchen muss, immer schneller zu werden. Meist schafft man eine Herausforderung auch erst nach 5-10 Versuchen. Für die beiden schwersten habe ich aber jeweils 2-3 Stunden benötigt. Gerade deshalb habe ich auch eine Funktion vermisst, mit der man die Mission nicht abbrechen sondern lediglich neu starten kann, sobald man merkt, dass man die Zielvorgaben nicht schafft. Aber so musste man die Challenge abbrechen und das Spiel hat ewig lange geladen, bis man wieder in die Stadt zurückkehrte und dann noch mal etwas geladen, bis dann die Herausforderung erneut begonnen werden konnte. Die Ladezeiten zwischen den Herausforderungen waren viel frustrierender als das Verlieren an sich.

Ich hab mir außerdem alle drei DLCs gekauft. Die haben nochmal eine Spielzeit von je etwa 2-4 Stunden (je nachdem ob man die Herausforderungen macht und sie auf Gold schaffen will!). Allein für die je zwei Storymissionen lohnen sich die DLCs allerdings NICHT. Aber wenn man wirklich an allen vier Missionen pro DLC interessiert ist, finde ich das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung. Die Nebengeschichten in den DLCs sind aber gar nicht so übel - schade, dass das normale Spiel von sich aus keine Nebenmissionen mitbringt. Die DLCs haben mich da schon irgendwie auf den Geschmack gebracht.

Würde zudem gern wissen, wie lange ich etwas an dem Spiel gesessen hbe. Leider nimmt das Spiel keine Spielzeit auf. Schade.

Wie auch immer: Ich würde mich sehr über einen Nachfolger freuen. Gravity Rush ist - trotz einiger Schwächen - ein sehr schönes stylisches Action-Adventure mit toller Atmosphäre und sehr hohem Wiedererkennungswert.

(Mit der Vita verschickt, weil mein PC gerade abgeschmiert ist...)
:nekocat:

Diese Katze weiß, dass sie besser ist als du. Sie läuft nicht - sie "tanzt". Sie benutzt keine Magie - "sie trifft dich mit magischer Klasse".


128

Freitag, 10. Mai 2013, 23:49

Soeben habe ich Pokemon Sovereign of the Skies beendet. Oder besser gesagt die zweite Beta.

Es ist eine Mod von der Smaragd Edition und ist ziemlich genial.
Die Geschichte dreht sich zu einem großem Teil um das Team Tundra, dessen Dorf während einer schrecklichen Eiszeit von allen anderen Städten und Dörfern im Stich gelassen wurde.
Anfangs haben sie noch gute Ziele, aber machen böse Sachen.
Die Legendären Pokemon Deoxys, Latios und Latias spielen eine große Rolle hierbei.

Nun zu dem Rest.
Es gibt eine vollkommen neue Karte zu erkunden. Der Schwierigkeitsgrad ist für ein Pokemon Spiel absurd hoch. Die erste Arenaleiterin besitzt zum Beispiel ein übermächtiges Lapras (Level 18). Ungewöhnlich hoch für die erste Arena. Doch es war vor allem überraschend wie hoch der Unterschied zwischen Trainern in der Arena und der Leiterin ist. Ich hatte nicht die geringste Chance als ich erkannte wo ich hinein geraten war. Die siebte Arenaleiterin hat sogar schon ein Level 70er Pokemon. Wenn das so weiter geht hat der Champ am Ende noch Level 100er Pokemon, aber na-ja das ist jetzt egal. Nun hat jeder Arenaleiter auch einen eigenen Raum für die Kämpfe. Lässt es noch etwas realistischer wirken.
Pokemon gibt es aus allen Editionen, doch noch längst nicht alle. Die werden noch nach und nach eingefügt.
Die Rätsel sind zum Zähne-ausbeißen schwer und die Musik ist klasse. Zwei Wälder haben sogar ein bisschen Zelda
Musik spendiert bekommen. Ich mag .

Fazit: Eine richtig gute Mod, mit toller Musik, hartem Schwierigkeitsgrad (wenn du unachtsam bist^^), netter Story und ich freue mich jetzt schon auf Beta Nummer 3.

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129

Montag, 27. Mai 2013, 14:21

I am alive (PS3 -> PSN)

I am alive spielt in einer postapokalyptischen Welt die von dem sogenannten "Event" verwüstet wurde. Was genau geschah erfährt man leider nicht, Hinweise geben einem die Überlebenden, wenn man ihnen mit Resourcen hilft. Über die gesamte Stadt liegt eine dicke Staubschicht, die auch das Aussehen des Games prägt. So ist alles in Grau gehalten, die Sicht meistens schlecht.

Der Protagonist Adam kehrt in seine Heimatstadt zurück, um seine Frau und seine Tochter zu suchen. Nach einer Weile trifft er ein kleines Mädchen, welches er zuerst für seine Tochter hält und von da an gerät die eigentliche Story immer weiter in den Hintergrund. Man hilft nur noch dem Mädchen, Mei, ihrer Mutter Linda und einem ehemaligen Feuerwehrmann, der nun im Rollstuhl sitzt. Was ich eigentlich nicht so schlimm fand, da Adam sicherlich hofft, dass jemand seiner Familie genauso hilft, aber leider wird der Storyfaden von Adam nicht fortgeführt.

Das Gameplay besteht eigentlich nur aus Klettern und Kämpfen. Dennoch hätte ich mir mehr Interaktion mit den anderen Figuren und Überlebenden gewünscht. Vorallem die Kletterpassagen gefielen mir, da nicht immer sofort ersichtlich war, wohin man sich hangeln musste, um zu seinem Ziel zu kommen. Die Kämpfe sind recht einfach gehalten. Man hat verschiedene Waffen, Pistole, später einen Bogen und Machete (optional kann man noch eine Schrotflinte erhalten). Patronen und Pfeile sind natürlich selten, weshalb man sich stets gut überlegen muss, wann man eine Kugel abfeuert. Pfeile kann man nach dem Feuern zum Glück wieder aufheben und erneut benutzen. Je mehr man hat, desto besser. Generell ist man in dem Spiel ständig einem gewissen Druck ausgesetzt, Heilmittel sind ebenso rar und auch deren Einsatz sollte gut überlegt sein. Hinter jeder Ecke könnten Gegner lauern, die selbst im Besitz von Schusswaffen sind und beim Klettern muss man darauf achten, dass einem die Ausdauer nicht ausgeht, da man sonst in den sicheren Tod stürzt. Dass das Spiel so nah an den Realismus angelehnt ist und ständig eine bedrückende Stimmung herrscht gefiel mir echt gut.
Wobei es großteils leider so ist, dass man irgendwie immer das gleiche macht. Man muss in einer Toure Dinge für Henry (und Mei) finden/erledigen. Einen Funkapparat und Meis' Mutter finden oder aber ein Leuchtfeuer setzen. Dabei trifft man auf Gegnergruppen, welche mit der Zeit immer fieser werden, da immer mehr Mitglieder gepanzert sind oder aber Pistolen besitzen. Teilweise musste ich Kämpfe zig mal wiederholen, weil ich nicht genug Kugeln hatte um zumindest einige mit der Pistole außer Gefecht zu setzen oder aber meine Gesundheit recht angeschlagen war und ich keine Heilmittel mehr besaß etc. Man hat im Übrigen nur begrenzte Wiederholungsversuche. Wie viele, hängt von den Wiederholungen ab, die man sammelt. Wiederholungen kann man manchmal wie normale Items finden, man bekommt aber auch je eine, wenn man ein Kapitel abschließt oder aber Überlebenden hilft. Hat man keine Wiederholungen übrig und stirbt, muss man das Kapitel komplett von Anfang an neu starten.

Das Ende war allerdings eine Farce. Man muss dazu aber sagen, dass I am alive erst als vollwertiges Spiel erscheinen sollte, dann allerdings eine Budgetkürzung vorgenommen wurde, weshalb das Spiel nun doch "nur" über die Onlineshops von PS3 und Xbox erhältlich ist. Dennoch bin ich wirklich wütend darüber, wie schlecht das Ende ist. Ich glaube, es ist wirklich das schlechteste Ende, was ich je gesehen habe und sehen werde.

Das Ende in Einzelheiten


Man macht sich mit Linda, Mei und dem Feuerwehrmann Henry auf dem Weg zum Hafen, da dort ein Boot anlegt, welches die beiden Mädchen in Sicherheit bringen wird. Adam selbst und Henry bleiben in der Stadt um die Familie von Adam ausfindig zu machen, welche in irgendeiner versteckten Notunterkunft in der Stadt sein soll. Als man am Hafen ankommt, sind Mei und Henry verschwunden. Getrennt suchen Linda und Adam nach den beiden. Das Areal ist recht klein und nachdem man relativ viele Gegner besiegt hat, findet man den leeren Rollstuhl von Henry und Mei. Durch ein Erdbeben wird das Gebiet überschwemmt, weshalb man Mei über die Dächer zu ihrer Mutter trägt, welche schon beim Schiff wartet. Adam verabschiedet sich, spricht in seine Videokamera, welche er immer dabei hat und die Geschehnisse festhält. Das Bild zoomt weg, man sieht eine Frau vor der Kamera sitzen und weinen, schließlich die Ausrüstung von Adam und dann rollen auch schon die Credits.
Die ganze Zeit dachte ich, dass nach der Rettung quasi der dritte Abschnitt des Spiels einsetzt und man sich endlich wieder auf die Story von Adam konzentriert. So fühlt es sich einfach extrem unfertig und vorallem unbefriedigend an. Man erfährt recht wenig über Adam, weshalb das Ende mich auch nicht wirklich getroffen hat. Obwohl ich gut finde, dass er scheinbar stirbt oder zumindest verschollen ist. Es wäre seltsam, wenn ein solches Spiel ein Happy End hätte. Dennoch hätte ich mir mehr Aufklärung gewünscht. Da das Budget gekürzt wurde, hätte ich mich selbst mit einem Text zufrieden gegeben. Was passierte mit Henry? Wie kam die Frau, welche wohl Adams Ehefrau ist, zu der Kamera? Fand sie sie, hat sie jemand anderes gefunden und überbracht oder fand Adam seine Familie doch noch?
Dieses Ende ist extrem unbefriedigend. Eigentlich hätte ich das Spiel wirklich gemocht, aber dieser plötzliche Cut hat mir alles kaputt gemacht.


Achja, meine Spielzeit betrug im Übrigen 4,25 Stunden. Hat man das Spiel beendet und die Credits sind durchgelaufen, bekommmt man eine kleine Übersicht. Dort sind enthalten, Spielzeit, zu wieviel Prozent man das Spiel durchgespielt hat, setzt sich aus Story und "Nebenaufgaben" zusammen, und Punktzahl. Nebenaufgabe bedeutet, Überlebenden helfen. Insgesamt kann man 20 Leuten helfen, ich half 9. Stellenweise scheinen die Opfer recht versteckt zu sein. Zum Schluß wird noch angezeigt, wie viele Punkte man dafür erhalten hat, dass man keine anderen Leute ausraubte und kein Menschenfleisch aß. Bei beiden Punkten erhielt ich +5, da ich ab und zu schon mal jemanden überfallen habe und auch Menschenfleiß verspeißt habe. Wissentlich ... es heilt gut. 3:

Auron_______Jules_________Smilla _____Rupert_______Esther

130

Montag, 27. Mai 2013, 16:52

So viele PSN-Titel die letzten Wochen... So, in der Reihenfolge, in der ich sie spielte:

Journey Collector's Edition (PS3)

Erstmal was zur Collection selbst: Sie enthält die drei Spiele flOw, Flower und Journey sowie drei unveröffentlichte Minispiele und umfangreiches Artwork zu allen Titeln und dazu noch die vollständigen Soundtracks zu allen drei Spielen, die man sich auf die PS3 und dann auf den PC extrahieren kann UND noch zusätzliches Making-Of-Material in Form von Videos. Die Collection ist für den Preis (20€) also sehr umfangreich und bietet eigentlich alles, was es zu den drei Spielen zu veröffentlichen gibt. Sehr löblich. Ich kaufte übrigens die digitale Version im PSN - die Retail-Version kommt erst im Juni. Normalerweise greife ich immer zu Retail, sofern eine Version angeboten wird, aber bei drei so kleinen Spielen wie diesen hier macht es mir auch nichts aus, sie nicht im Regal stehen zu haben.

Journey
Dieses Spiel hat mich unglaublich beeindruckt. Die Präsentation in Kombination mit dem Soundtrack ist einfach so toll, dass am Ende sogar ein paar Tränen der Rührung flossen, weil ich so überwältigt von der Atmosphäre war - bei einem Spiel, dass noch nicht mal eine konkrete Geschichte besitzt wohlgemerkt. Mir hat die Optik des Spiels sehr gefallen und auch, wie simpel das Spiel gehalten wurde. Keine Dialoge oder generell Text - man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen und seine eigenen Vorstellungen, warum der namenlose Hauptcharakter auf diese Reise geht, auf das Spiel projizieren. Der Soundtrack ist toll und passt sich auch dem an, was der Spieler gerade tut. Mir hat auch der minimalistische Multiplayer gefallen. Man bekommt durch Zufall einen Partner zugeteilt, von dem man weder Namen erfährt noch irgendeine Möglichkeit bekommt, sich mit ihm zu unterhalten. Nur mittels eines simplen Klingelsignals kann man überhaupt irgendwie kommunizieren. Journey ist nichts für Spieler, die eine gameplaytechnische Herausforderung suchen, sondern eher etwas für Leute, die mal sehen wollen, wie sich eine Firma daran versucht, ein kleines Kunstwerk zu schaffen. Für dieses Spiel benötigte ich etwa 6 Stunden.

flOw
Dieses Spiel mochte ich, muss allerdings sagen, dass ich es mir nicht gekauft hätte, wenn es nicht schon in der Collection gewesen wäre. Einfach weil es für seinen Einzelpreis recht wenig zu bieten hatte. Man merkt flOw ein wenig an, dass es einmal ein simples Flash-Game war. Es gibt keine Schwierigkeitsgrade und so ist man eigentlich innerhalb von einer halben Stunde mit allen Leveln durch. Mir fehlte ein wenig eine Art Untermenü, wo einem zusätzliche Herausforderungen geboten werden - soetwas bieten nur die teilweise die Trophäen zum Spiel. So muss man ein Level abschließen und nur spezielle bzw gar keine Nahrung zu sich nehmen usw. Das Spieldesign und auch das intuitive Erlernen des Spielprinzips hat mir sehr gefallen. Von allen drei Spielen hat flOw das komplizierteste Gameplay bzw "Charakterentwicklung", wenn man so will - wie man aber seinen Organismus kontrolliert wachsen lassen kann, habe zumindest ich recht schnell begriffen. Wer sich aber für die Herausforderungen durch die Trophäen gar nicht begeistern kann, sollte lieber die Finger von flOw lassen. Das Spiel an sich ist dann nämlich sein Geld kaum wert. Ich habe alle Herausforderunen absolviert und habe wie auch schon bei Journey ungefähr 6 Stunden gebraucht.

Flower

Ist ähnlich schön gesignt wie Journey, auch wenn sie beide Spiele nicht wirklich vergleichen lassen. Flower ist bunter und hat einfach eine so lebensbejahende Austrahlung. Die Träume der Blumen, die sich wünschen, ihrem eigenen tristen Leben auf dem Fensterbrett in eine grauen Großstadt zu entkommen, haben mich irgendwie berührt. Leider hatte ich manchmal etwas Probleme mit der Steuerung - flOw wurde auch mit dem SIXAXIS-System des PS3-Controllers gesteuert, aber die Steuerung dort kam mir viel empfindlicher vor als hier - manchmal hatte ich leichte Probleme damit, meinen Blütensturm zu kontrollieren, da ich nicht so schnell wenden konnte, wie ich es mir gewünscht hätte und das hat mich schon frustriert. Ansonsten steht aber auch hier wieder eher die Optik bzw die Atmosphäre im Vordergrund. Ein wunderschönes Spiel.

Die Collection hat sich für mich allemal gelohnt. Ich habe jedes der drei Spiele sehr genossen und sie waren allesamt sehr entspannend. Wer keine große Herasforderung sucht und sich auch in diese simplen Spiele vertiefen kann, der sollte definitiv zugreifen.




Corpse Party (PSN)

Ich fuhr letzte Woche zu meinen Eltern und war ratos, welche Spiele ich mitnehmen sollte. Da erinnerte ich mich daran, dass ich vor Ewigkeiten mal Corpse Party gekauft habe. Ich lud es mir vor der Fahrt also noch schnell auf die Vita und hab auf der Fahrt auch schon losgelegt. Dieses Spiel hat mir wirklich sehr gefallen. Ich bin eigentlich gar nicht für Horror-Spiele zu haben (oder allgemein für Spiele, die einen irgendwie zu sehr unter Druck setzen). Aber hier hat doch alles gestimmt. Die Graphik ist so simpel, dass man (zum Glück) nicht allzuviel von den grauenhaften Toden, die einige Charaktere so sterben, sieht. Gerade die Musik und die Sprachausgabe (und manchmal hört man auch gar keine Musik, sondern nur Geräusche wie das Knarren der Dielen oder Wassertropfen) haben aber für sehr viel Spannung gesorgt.
Ich sagte ja schon, dass ich gerade was sehr grausame und exzessive Gewalt in Spielen angeht, sehr zart besaitet bin. Anfangs war ich teilweise noch ein wenig verstört, wenn ich vesehentlich einen meiner geliebten Charaktere auf grausamste Art und Weise ins Jenseits befördert hatte. Irgendwann war ich dann aber besser drauf vorbereitet und bin da auch etwas abgestumpft.
Die Handlung hatte ich mir gar nicht so komplex und - ja - gut vorgestellt. Die Geschichte war wirklich interessant und durch die vielen (wirklich unerwarteten) Wendungen war das Spiel auch bis zur letzten Sekunde hin spannend. Ich habe auch einige der Charaktere wirklich lieb gewonnen, so sehr ich auch versucht habe, Abstand zu den Akteueren zu bewahren um am Ende nicht traurig zu sein, falls sie es doch nicht überleben sollten, gelungen ist es mir leider nicht. Mir hat auch gefallen, wie man als Spieler selbst Entscheidungen treffen und Rätsel lösen musste, ohne dass man immer gesagt bekommt, wo man als nächstes hin muss. Manchmal war es ganz schön knifflig und ich habe mich auch oftmals so verhaspelt, dass ich mich versehentlich schon unumkehrbar in eines des vielen Bad Ends manövriert hatte und das Kapitel ganz von vorn starten musste. Die Extra-Kapitel waren auch alle nicht übel, hätten aber vereinzelt etwas länger sein können.
Alles in allem bin ich selbst etwas positiv überrascht, wie gut mir der Titel gefallen hat.


Corpse Party: Book of Shadows (PSN)


Weil mir der Vorgänger so gut gefallen hat, kaufte ich mir dann unmittelbar danach den Nachfolger. Nach nur anderthalb Tagen Download-Zeit konnte ich dann auch mit dem Spielen anfangen. Ich muss sagen, dass ich ein ganz klein wenig enttäuscht von diesem Titel war. Der Visual-Novel-Stil des Spiels hat mir zwar besser gefallen als der RPG-mäßige Stil des Vorgängers, aber ich hatte mir gewünscht, dass es etwas mehr mit der Handlung weitergeht. Einige Kapitel spielen in einem alternativen Universum - sprich: nach einem der Wrong Ends des ersten Teils und nicht nach dem wahren Ende. Andere erzählen kleine Zwischengeschichten, die Nebencharakteren aus anderen Schulen während dem ersten Teil passiert sind. Gerade diese Episoden fand ich sehr uninteressant, schon im Original konnte ich Kizami und Naho sehr wenig abgewinnen. Sie haben ihre Rolle als Nebencharakter gut erfüllt, aber mehr wollte ich über sie eigentlich nicht wissen. :/ Das letzte Kapitel "Blood Drive" dient dafür aber als Prolog zum nächsten Titel, der dann auch die Handlung aus Teil 1 fortsetzt und hat mich wieder etwas versöhnlicher gestimmt. Schade, dass es so spannend aufhört und wir Ewigkeiten warten dürfen, bis der nächste Teil hier rauskommt.
Ich mochte allerdings das Bonusmenü sehr gern! Dort kann man sich alle Artworks und Tracks nochmal anschauen/anhören und so bekommt man noch zusätzlich einen Anreiz, ein bisschen zu sammeln.
Das Gameplay gefiel mir, einzig und allein mit der Darkening-Anzeige konnte ich mich nicht anfreunden. Den Gedanken finde ich zwar gut - aber musste man wirklich das Bild so schlierig und blutverschmiert werden lassen, wenn die Charaktere gerade zu sehr gegruselt sind? Das hat einigen wirklich lieben Szenen total die Stimmung genommen, wenn da so ein schönes Artwork kommt und da sind überall Schlieren davor. :/ Und wirklich gruseliger, nur weil da ein paar Blutspritzer links und rechts sind, wird es so auch nicht.
Das Spiel an sich ist immer noch sehr gut, aber ich hätte mir mehr Handlung erwartet oder zumindest Nebengeschichten zu Charakteren, die interessant sind. So wie das Kapitel zu Ms. Shishido und ihrer ersten Liebe, das ich im Übrigen sehr gern hatte.

Beide Spiele spielt man übrigens am besten mit Kopfhörern - dann fühlt man sich wirklich fast mitten drin.
:nekocat:

Diese Katze weiß, dass sie besser ist als du. Sie läuft nicht - sie "tanzt". Sie benutzt keine Magie - "sie trifft dich mit magischer Klasse".